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Blutwerte

Blut ist der Lebenssaft in unseren Adern.

 

Das Blut wird durch die durch die Pumpleistung des Herzmuskels durch unser Kreislaufsystem „gepresst“. Deshalb sehen wir uns den stark vereinfachten Blutkreislauf des Menschen einmal an.

 

 Das Herz pumpt das Blut durch die Arterien bis in die feinsten Verästelungen, die Kapillaren. In den Kapillaren findet im „Lungenkreislauf“ der Sauerstoffaustausch statt. (Diffusion der Atemgase zwischen Alveolen (Lungenbläschen) und Kapillaren) Sauerstoffhaltiges Blut (rot dargestellt) versorgt die Organe mit dem lebenswichtigen Sauerstoff. Dabei wandelt sich der Sauerstoff in Kohlenstoffdioxyd (CO2).

 

Kreislauf

 

In den Kapillaren werden die Kohlenstoffdioxyd-Moleküle an Blutkörperchen angelagert und zurück zur Lunge transportiert (blau dargestellt). Dort werden die Moleküle in ein Gas (CO2 etc.) umgewandelt, das mit der Ausatmung ausgeschieden wird.

 

Das sauerstoffreiche Blut fließt aber auch durch die Wände des Darms. Dort nimmt das Blut die Nährstoffe auf, die aus der zugeführten, verwertbaren Nahrung durch komplizierte Vorgänge chemischer Spaltung in unterschiedlichste Zellstrukturen aufgespaltet wurden. Das Blut transportiert die Nährstoffe zu den Organen.

 

Nicht benötigte „Nährstoffe“ werden über die Ausscheidungsorgane (Lunge, Leber, Haut, Niere). Der Darm ist - medizinisch gesehen- kein Ausscheidungsorgan. Er transportiert überwiegend unverdauliche Nahrungsreste nach außen. Diese Reste haben nicht die biochemischen Wandlungs-/Aufspaltungsprozesse durchlaufen und werden deshalb nicht aus „Ausscheidung“ bezeichnet.

 

Das Blut ist aber auch Träger unserer Immunabwehr.

Es wird deutlich, wie komplex der Mensche aufgebaut ist. 

Und es wird klar, dass die angewandte Medizin ein enormes Wissen über die Körperfunktionen voraussetzt um
Anomalien (Krankheiten) richtig beurteilen zu können. 

 

Blutuntersuchungen in regelmäßigen Abständen sind wichtig um bei auffälligen Abweichungen von den Referenzwerten mit einer geeigneten Therapie regulierend eingreifen zu können.

 

Hinweis:

Wir möchten mit unseren Beschreibungen das Verständnis über die Komplexität der biochemischen Zusammenhänge im menschlichen Körper fördern und zugleich darauf hinweisen, dass nur die Gesamtbetrachtung des Blutbildes und eine Anamnese (Befragung durch den Arzt) durch den Arzt einen qualifizierten Schluss auf mögliche Erkrankungen zulässt.

 

Verwenden Sie Informationen aus unserer Homepage nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen sondern holen sie sich bitte Rat bei Ihrem Arzt.

 

Das kleine und große Blutbild

Um Erkrankungen diagnostizieren zu können bedient sich der Arzt des „kleinen“ oder „großen“ Blutbilds.

 

Beim kleinen Blutbild werden die roten, die weißen Blutkörperchen und die Thrombozyten (Blutplättchen) in einem Analysegerät ausgezählt. Dieses Gerät kann auch ermitteln welcher Anteil an Hämoglobin, das ist der rote Blutfarbstoff, enthalten ist. 

 

Das Hämoglobin ist für den Transport des Sauerstoffs verantwortlich der in der Lunge aufgenommen wird und es transportiert das Kohlendioxyd ab, das über die Lunge ausgeatmet wird.

Das Hämoglobin ist ein Protein (Eiweiß), das in der Lage ist vor allem Sauerstoff an sich zu binden, der für viele Körperfunktionen extrem wichtig ist.

Bei zu geringen Hämoglobinwerten reagiert der Körper meist mit Mattigkeit, mitunter auch mit Schwindelgefühlen.

Beim großen Blutbild werden die einzelnen Typen der weißen Blutkörperchen, die Leukozyten untersucht (differenziert, ausgezählt). Aus den Ergebnissen erhält der Arzt wesentlich exaktere Hinweise auf eventuelle Erkrankungen als beim kleinen Blutbild.

 

Auf den folgen Seiten beschreiben wir, was sich hinter den Begriffen „versteckt“.