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Was Sie dagegen tun können

Die beste Vorsorge gegen Darmkrebs, eine gesunde Ernährung und ein gesunder Lebensstil. Er verringert die Wahrscheinlichkeit, dass eine Schleimhautzelle der Darmwand zu viele Fehler im Erbgut anhäuft. Gesunde Ernährung, gesunder Lebensstil

Die Annehmlichkeiten unserer Lebensweise können zu einer ungesunden Ernährung führen. Generell fördert eine fett- und fleischreiche Ernährung das Darmkrebsrisiko. Bei einer durchgehenden zu hohen Nährstoffzufuhr kommt es außerdem zum Übergewicht. Aber auch schädliche Genussmittel sowie zu wenig Bewegung fördern ebenfalls das Darmkrebsrisiko.

Übergewicht
1079A27A29-WaageDas überflüssige Fettgewebe belastet nicht nur den Körper, es beeinflusst auch den Hormonhaushalt.
Hormone sind Botenstoffe, mit denen dafür empfängliche Organe Befehle von Kontrollorganen erhalten.
Die durch das Fettgewebe veränderte Hormonkonzentration steigert das Krebsrisiko.



Es gibt aber auch ganz konkrete Giftstoffe in der Nahrung, die Mutationen im Erbgut verursachen können. Dazu gehören;

Nitrosamine
Nitrosamine bilden sich aus Nitrit und Aminen. Nitrit wiederum entsteht aus Nitrat durch Hitze oder wenn Bakterien das Nitrat zu Nitrit umbauen. Nitritpökelsalz ist als Konservierungsstoff in Deutschland nach wie vor zugelassen. Um die Belastung möglichst gering zu halten, sollten Sie gepökelte Nahrungsmittel nur mäßig erhitzen. Gleichzeitiges Erhitzen von gepökeltem Fleisch (Nitrit) und Käse (Amine), wie z.B. bei einer Salami-Pizza, begünstigt die Nitrosaminbildung.

Benzpyren
Benzpyren gehört zu den polyzyklischen Kohlenwasserstoffverbindungen. Es entsteht beim unsachgemäßen Räuchern und Grillen, wenn beispielsweise Fett auf heiße Holzkohlenglut tropft.

Aflatoxine
Aflatoxine werden von Schimmelpilzen gebildet, die auf Lebensmittel wachsen können. Lebensmittel aus warmen Ländern sind am meisten gefährdet: Vor allem Nüsse, Gewürze, Getreide und Brot können mit Schimmelpilzen befallen sein.

Rauchen, Alkohol

1090aA27A36-rauchen-trinkenRauchen ist generell gesundheitsschädlich - nicht nur für den Raucher selbst, sondern auch für alle Mitmenschen, die unfreiwillig die Giftstoffe in der Luft einatmen. Das Rauchen aufzugeben, senkt die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung für viele Krebsarten, auch für Darmkrebs.

Studien weisen darauf hin, dass bereits geringe Mengen Alkohol das Krebsrisiko steigen lassen. Verantwortlich dafür ist vermutlich ein Abbauprodukt des Alkohols, das im Körper Mutationen begünstigt.

 

Zu wenig Bewegung
2027A28-bewegungKörperliche Bewegung hält gesund. Es gibt mehrere Theorien, warum regelmäßige Bewegung auch das Darmkrebsrisiko verringert: Durch körperliche Aktivität wird das Immunsystem gestärkt. Dadurch kann das Immunsystem besser fehlerhafte Zellen ausschalten, bevor sie zur Krebszelle mutieren können. 

Bewegung sorgt für eine bessere Darmtätigkeit. Der Speisebrei und die in ihm enthaltenen Giftstoffe verweilen so kürzer im Darm. Somit ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass ein durch die Nahrung aufgenommener Giftstoff eine Mutation an einer Darmschleimhautzelle verursacht. Regelmäßiger Ausdauersport verringert das Fettgewebe, beugt also Übergewicht vor bzw. reduziert dieses.